Systemair

Katzenbergtunnel A3

Würzburg, Deutschland

25 AJ 1000 TR-Jetventilatoren entlüften im Brandfall Tunnel auf der Autobahn 3

Der blanke Horror: Nach einem Unfall mit Brandentwicklung in einem Autobahntunnel zu stehen. In dem Neubau der Nordröhre des „Katzenbergtunnels“ an der Bundesautobahn A3 bei Würzburg werden Jetventilatoren von Systemair eingesetzt, um in einem solchen Fall den Rauch vom Brandort ins Freie abzuführen. Das sichert den schützenden Verkehrsraum für die Tunnelnutzer ohne Rauch und Hitze und unterstützt die reibungslose Evakuierung.

Dabei stellen die baulichen Bedingungen der Nordröhre des Tunnels auf der A3 eine besondere Herausforderung dar: Der leicht S-förmige, 570 Meter lange Tunnel hat in der Fahrtrichtung von Ost nach West ein Gefälle von 22 Metern. Diesen topographischen und baulichen Bedingungen entsprechend ist das im Tunnelneubau installierte technische Sicherheitssystem differenziert ausgelegt. Im Brandfall funktionieren die aus Edelstahl gefertigten Jetventilatoren Typ AJ 1000 TR bei 400 °C mindestens 90 Minuten, in der Praxis aber definitiv länger. Achim Wöhrle, Key Account Manager bei Systemair: „Wir gehen bei diesem Ventilatorentyp generell von mindestens 120 Minuten aus. Das bestätigen auch unsere Prüfungen.“

Die Tunnelröhre ist mit 25 Jetventilatoren vom Typ AJ 1000 TR mit einer Leistung von je 30 kW ausgestattet. Sie sind in fünf Gruppen zu je fünf Stück installiert. Der damit erzeugbare Schub beträgt insgesamt 900 N (Newton). Das Lüftungskonzept wurde von der Heidenheimer „HBI Haerter GmbH“ entwickelt und von „GBI Gackstatter Beratende Ingenieure GmbH“ in Stuttgart realisiert.

Die Berechnungen der Ingenieure von HBI wurden im ersten Schritt bei einem Praxistest auf dem Prüfstand von Systemair in Windischbuch verifiziert. Ein Rauchtest im Tunnel selbst – unter den wachsamen Augen der Feuerwehr – bestätigte endgültig die theoretischen und praktischen Annahmen. Alle 25 Ventilatoren lassen sich auch reversibel fahren, um auf geänderte meteorologische Bedingungen, wie drehenden Winddruck, reagieren zu können. Dabei liegt die Leistung der Ventilatoren immer noch bei rund 90 Prozent.

Normalerweise sind die Jetventilatoren im Katzenbergtunnel ausgeschaltet. Der vom Tal her aufsteigende vorherrschende Westwind reicht für den notwendigen Luftaustausch aus. Im Brandfall werden die Ventilatoren unter Berücksichtigung der natürlichen Luftströmung mit bedarfsgerechten Drehzahlen gleitend angefahren. Das schont die Ventilator-Technik, zahlt also direkt auf den längeren Funktionserhalt im Brandfall ein.

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